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two swimmers wearing speedo swimwear next to a pool

Butterfly Stroke: Technik‑Masterclass

Wenn du im Pool alle Blicke auf dich ziehen möchtest, ist der Butterfly Stroke – so schön wie kraftvoll – eine sichere Wahl. Nur wenige wagen sich an diese beeindruckende Schwimmart, doch mit konsequentem Training und den richtigen Tipps ist sie absolut erreichbar.
Wir haben mit Bram Montgomery, Head Coach des Chelsea and Westminster Swim Club, darüber gesprochen, wie man diesen großartigen Stroke meistert.

Wie sieht die Bewegung des Butterfly Stroke in Kurzform aus?

Dein Körper sollte sich in einer kontinuierlichen Auf‑und‑Ab‑Welle durch Brust, Hüfte und Füße bewegen – wie ein Delfin. Die Kraft kommt aus dem ganzen Körper. Viele glauben, dass die Arme die Bewegung antreiben, tatsächlich solltest du die Energie aus Hüfte und Core generieren, während die Arme folgen.

Welche Körperposition sollte ich anstreben?

Bei allen vier Schwimmstilen gilt: Je höher dein Körper im Wasser liegt, desto weniger Widerstand erzeugst du. Die besten Butterfly‑Schwimmer behalten eine wellenförmige Bewegung bei, allerdings mit geringer Amplitude. Der Schlüssel ist, eine Welle mit niedriger Frequenz zu erzeugen und nahe an der Wasseroberfläche zu bleiben.

Wie meistere ich den Butterfly‑Kick?

Wie beim Freestyle (Front Crawl) sollten die Beine hoch im Wasser liegen, wobei die Fersen beim Aufwärtsschlag gerade die Oberfläche durchbrechen. Die Füße bleiben zusammen, die Sprunggelenke locker und flexibel.
Der Kick sollte aus der Hüfte kommen, nicht aus den Knien. Aufgrund der Auf‑und‑Ab‑Bewegung wird er oft als Dolphin Kick bezeichnet. Genau darauf solltest du abzielen – achte darauf, Gesäß und Hüften zum Zentrum der Wellenbewegung zu machen.

Wie sieht der richtige Atemrhythmus aus?

Das ist der schwierigste Teil, da das Timing im Butterfly Stroke entscheidend ist. Du solltest den Kopf anheben und einatmen, wenn die Hände den Zug gerade abgeschlossen haben und sich zu Beginn der Recovery‑Phase befinden (wenn die Arme über den Kopf geführt werden).

Der Kopf sollte wieder im Wasser sein, sobald die Arme die Recovery‑Phase beenden und mit dem Pull beginnen – die Einatmung ist also sehr kurz. Anfänger sollten alle zwei Strokes atmen, da beim angehobenen Kopf die Hüfte leicht absinkt. Weniger Atemzüge helfen, schlechte Gewohnheiten zu vermeiden.

Erfahrene Butterfly‑Schwimmer atmen möglicherweise bei jedem Stroke, da sie gelernt haben, den Kopf sehr nah an der Wasseroberfläche zu halten.

Was sind häufige Fehler?

Die meisten kennen den Butterfly vor allem aufgrund der charakteristischen Armbewegungen und konzentrieren sich darauf, während der Körper lediglich folgt. Tatsächlich sollte es umgekehrt sein: Konzentriere dich auf die wellenförmige Körperbewegung und lasse die Arme natürlich folgen.
Zweitens kicken viele mit Füßen oder Knien statt aus der Hüfte. Das lässt die Beine absinken und den Oberkörper aufsteigen, wodurch die Streamline‑Position verloren geht. Schließlich ist auch das Atem‑Timing ein häufiger Stolperstein, da der Kopf oft länger als nötig angehoben wird – was ebenfalls die Streamline beeinträchtigt.

Welche Drills eignen sich für den Einstieg?

Drill 1: Butterfly Kick
Zuerst den Kick meistern. Platziere einen Pullbuoy zwischen den Beinen, um Auftrieb zu erzeugen und dich ausschließlich auf die Bewegung zu konzentrieren. Halte den Kopf im Wasser, die Arme nach vorne gestreckt, und fokussiere dich darauf, eine Auf‑und‑Ab‑Welle zwischen Brust, Hüften und Füßen zu erzeugen.

Drill 2: Single‑Arm Butterfly
Das Schwimmen mit nur einem Arm zwingt dich dazu, dich auf die Körperbewegung statt auf die Arme zu konzentrieren. Beginne mit einem Pullbuoy, und schwimme den kompletten Stroke mit nur einem Arm – entweder seitlich am Körper oder nach vorne gestreckt.

Der zweite Vorteil dieses Drills (mehr dazu in unserem Ladder‑Drill‑Video) ist, dass es mit nur einem arbeitenden Arm schwer ist, den Kopf zu hoch anzuheben. So werden schlechte Gewohnheiten frühzeitig verhindert.

Erwarte keine Wunder, wenn du eine neue Schwimmart beginnst. Wenn du zum Beispiel nur an Freestyle gewöhnt bist, kann dir der Kick anfangs schwerfallen. Bleib jedoch dran – schon bald wirst du in deinem heimischen Pool beeindruckende Wellen schlagen.

Disclaimer: Bitte konsultiere immer eine medizinische Fachperson, bevor du mit einem Ernährungs‑ oder Trainingsprogramm beginnst, insbesondere wenn du schwanger bist oder möglicherweise an einer gesundheitlichen Erkrankung leidest.

Fly Facts

  • Der Butterfly Stroke ist die jüngste der vier anerkannten Wettkampfschwimmarten und soll 1934 entstanden sein.
  • Er wurde von einer Gruppe von Brustschwimmern entwickelt, die versuchten, die Arme über Wasser zurückzuführen, und wurde ursprünglich mit Brust‑Kick geschwommen.
  • Ein Schwimmer namens Jack Seig entwickelte den Dolphin Kick, der sich schnell durchsetzte.
  • Die Spitzengeschwindigkeit im Butterfly ist höher als bei jeder anderen Schwimmart, da in der Pull‑Phase beide Arme eingesetzt werden und große Kraft erzeugen. Dies wird jedoch durch die langsamere Recovery‑Phase im Vergleich zum Freestyle ausgeglichen.
  • Michael Phelps ist der erfolgreichste Butterfly‑Schwimmer aller Zeiten, mit sechs olympischen Goldmedaillen in individuellen Butterfly‑Disziplinen.
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