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Pool Etiquette 101: The 7 Commandments Of Lane Swimming

Pool-Etikette 101: Die 7 Regeln für das Schwimmen im Becken

Unterschiedliche Schwimmbäder haben unterschiedliche Regeln – und nicht immer sind sie ausgeschildert. Deshalb haben wir Andrew Clark, Manager des legendären London Aquatics Centre, um Orientierung zur Lane‑Etikette gebeten.

1. Einschätzen des Tempos

Bahnen sind meist als langsam, mittel oder schnell gekennzeichnet – aber es liegt an dir, einzuschätzen, wo du im Vergleich zu den anderen Schwimmern hingehörst.
„Das sind allgemeine Begriffe, es gibt keine festgelegten Tempi für die einzelnen Bahnen“, erklärt Andrew. „Nimm dir eine Minute Zeit, um die Geschwindigkeit der anderen Schwimmer einzuschätzen, und wähle die Bahn entsprechend. An manchen Tagen schwimme ich in der schnellen Bahn, an anderen in der mittleren – je nach Niveau an diesem Tag. Grundsätzlich gilt jedoch: Kein Brustschwimmen in der schnellen Bahn.“

2. Ins Wasser gehen

„Die Beine vom Beckenrand ins Wasser hängen zu lassen, um andere Schwimmer auf dich aufmerksam zu machen, ist hilfreich, wenn du den Rhythmus einer Bahn störst – zum Beispiel, wenn zwei Personen jeweils auf ihrer eigenen Seite schwimmen“, sagt Andrew.
„Es ist in Ordnung, ins Wasser zu springen oder zu tauchen, wenn der Bereich um dich herum frei ist. Tauchen solltest du jedoch niemals, wenn das Wasser weniger als 1,8 Meter tief ist.“

3. Fußantippen

Das ist das universelle Zeichen unter Vereinsschwimmern: Möchtest du überholen, tippe dem Schwimmer vor dir sanft an den Fuß. Dieser sollte am Bahnende kurz anhalten, um dich vorbeizulassen.
Das Problem: Nicht jeder kennt diese Gepflogenheit.
„Das ist die häufigste Ursache für Streit“, erklärt Andrew. „Es ist ein internationaler Brauch – mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, wo ihn scheinbar nur Vereinsschwimmer kennen und manche Menschen empfindlich darauf reagieren, berührt zu werden.“

4. Pausen am Bahnende

Wenn du zwischen Sets pausierst, bleib möglichst nah in der Ecke, damit andere Schwimmer Platz haben zu wenden und sich abzustoßen, rät Andrew. Achte jedoch darauf, dabei nicht die benachbarte Bahn zu blockieren.

5. Tumble Turns

Nutze diese Technik nur, wenn du sicher bist, dass sich niemand direkt hinter dir befindet – sonst kann es zu Zusammenstößen kommen, während du dich noch in der Drehung befindest.
Ist die Bahn frei, achte darauf, die Wand auf der anderen Seite deiner Bahn zu verlassen. Gleiches gilt für den Abstoß.
„Wenn jemand am Bahnende extra anhält, um dich vorbeizulassen, schadet es nicht, auf den Tumble Turn zu verzichten und kurz Danke zu sagen“, ergänzt Andrew.

6. Im Zweifel: gesunder Menschenverstand

„Manche Schwimmbäder sind strenger als andere, aber grundsätzlich geht es mehr um Rücksichtnahme als um starre Regeln“, erklärt Andrew.
„Beim Autofahren würdest du auch nicht die Spur wechseln, ohne zu schauen. Genauso ist es in Ordnung, mitten auf der Bahn zu überholen, solange du keinen Schwimmer behinderst, der dir entgegenkommt. Ist die schnelle Bahn leer und die langsame besetzt, kannst du die schnelle nutzen – zeige dabei aber Höflichkeit und wechsle, wenn andere hinzukommen.“

7. Lane Rage

Wenn es am Bahnende nach Spannungen aussieht, beherzige Andrews Rat:
„Die meisten Menschen würden ein Gespräch mehr schätzen, als geschnitten oder aggressiv an den Zehen angetippt zu werden. Wird jemand unfreundlich, diskutiere nicht. Versuch es zuerst mit Höflichkeit und wende dich gegebenenfalls an den Bademeister. Schwimmen ist einer der wenigen Orte, an denen uns das hektische Leben und E‑Mails nicht erreichen können. Es sollte ein ruhiger Ort sein – umso schade, wenn diese Ruhe gestört wird.“

Jetzt, da du die wichtigsten Regeln der Lane‑Etikette kennst, kannst du aktiv mitmachen. Hab keine Scheu, andere Schwimmer anzusprechen, wenn du etwas potenziell Gefährliches beobachtest – behalte dabei aber stets den Überblick.
Wenn du ein 400‑m‑Intervall nicht in deiner Zielzeit schaffst, weil du abbremsen musstest: Ist das wirklich die Welt? Vielleicht schwimmst du es beim nächsten Mal sogar schneller.
Disclaimer: Bitte konsultiere immer eine medizinische Fachperson, bevor du mit einem Ernährungs‑ oder Trainingsprogramm beginnst, insbesondere wenn du schwanger bist oder möglicherweise gesundheitliche Beschwerden hast.
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